Seit 2007 liegt die Management-Verantwortung der Brüsseler Produktionsanlageoffiziell bei der Audi AG, die den Standort schrittweise zu einem hochproduktiven, modernen Audi Werk entwickeln möchte. So wird ab 2010 die exklusive Fertigung des neuen Audi A1 in Brüssel anlaufen. Um die Mitarbeiter und die Produktionsprozesse auf die komplexe Produktsubstanz des Fahrzeugs vorzubereiten, wurde das Werk um ein eigenes Vorseriencenter (VSC) erweitert.
In Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro Ingenaix GmbH wurde die SzturHärterArchitekten GmbH beauftragt, dieses Projekt zu planen und zu realisieren. Nach nur einem Jahr Planungs- und Bauzeit konnte das Audi Team in das Gebäude einziehen.
Die Gebäude repräsentieren den neuen Standard von Audi Brüssel und sollen zukünftig für weitere Neu- und Umbauten übernommen werden.
Büro VSC
Das VSC vernetzt mehrere Entwicklungs- und Montageprozesse, um die Abläufe in
der Fertigung effizient gestalten zu können. Weil diese Arbeit nicht nur am
Objekt vollzogen wird, wurden zusätzlich ca. 650 m² Bürofläche in unmittelbarer
Nähe notwendig. Für die Realisation wurde ein Teil der gegenüberliegenden Produktions- und Lagerhalle umgebaut. Die vorhandene
Trapezblechfassade wurde auf der gesamten Läge entfernt und durch eine verglaste
Pfosten-Riegel-Fassade ersetzt. Die hohe
Glasfront ermöglicht eine große Nutzung des Tageslichts und verleiht dem Bereich
mehr Eigenständigkeit in der Bestandsstruktur.
Sein Haupteingang wird durch ein Glasdach mit dem VSC Gebäude verbunden
und ermöglicht den reibungslosen Austausch beider Bereiche. Im Inneren herrscht
eine vorwiegend offen gehaltene Bürostruktur, in der zusätzlich mehrere
Kommunikationszonen für einen interdisziplinären
Austausch angeordnet wurden. Lediglich die Leiterbüros, der Besprechungsraum
und die Teeküche wurden durch Glaswände abgetrennt. Durch den Einsatz von
Holzmaterialien und großformatigen Zeichnungen einiger Fahrzeugstudien tragen die
Weiß- und Anthrazittöne des Audi Corporate Identity zu einer angenehmen
Arbeitsatmosphäre bei.
Zusätzlich wurden Teile dieser Halle zu ca. 1140 m² Werkstattfläche und einem ca. 1880 m²
großen Sonderteilelager umgebaut.